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ELPIDA
  Verlag
Hoffnung tanken …
Wie kommt man dazu, einen Verlag zu gründen in einer Zeit, in der wir mit Informationen überflutet werden und kaum noch einer Bücher liest?
 
Nun, das ist eine längere Geschichte, und es war nicht meine Idee …
 
Es begann im Jahr 2008. Ich steckte schon länger in einer schwierigen Lebenslage und konnte Ermutigung gut gebrauchen. Hoffnung gaben mir vor allem mein christlicher Glaube und Berichte von Menschen, die auch Schweres durchleben mussten, aber bei denen Gott alles wieder zum Guten gewendet hatte.
   Nachdem ich wieder einmal so ein Buch gelesen hatte, sprach ich ein Gebet – ungefähr so: „Himmlischer Vater, ich würde auch gerne ein Buch schreiben, das andere ermutigt. Aber was soll ich schon schreiben, wo ich doch selber voller Fragen und Zweifel bin?! Außerdem ist mein Leben so chaotisch und es fehlt das Happy End – wie soll ich da andere ermutigen können?" Da vernahm ich in meinem Herzen eine leise Stimme: Fang schon jetzt an, deine Erfahrungen mit mir aufzuschreiben. Für das Happy End in deinem Leben sorge ich!
   Kurz darauf später hörte ich eine Predigt von Uwe Dahlke, einem Gemeindepastor in Karlsruhe. Er predigte über Gefangene der Hoffnung" und es war, als spräche er über mich – ein Buchtitel war also schon mal gefunden (Im Gefängnis der Hoffnung). Aber lohnte sich der ganze Aufwand bei meiner knappen Freizeit? Stammte diese Idee wirklich von Gott oder hatte ich die Bodenhaftung verloren?
  Es war gerade Adventszeit. Ich schaute in eine Kerzenflamme und dachte: So ist mein Vertrauen zu Gott – noch klein und schwach, aber auch mit dieser winzigen Flamme kann man ein großes Feuer anzünden. Genauso kann Gott doch unseren schwachen Glauben und kleine Anfänge gebrauchen, um etwas Größeres daraus zu machen! Also schob ich meine Zweifel beiseite und begann, in ganz kleinen Schritten ein Manuskript zu verfassen ...
 
2013, fünf Jahre später: Gott hat sein Versprechen wirklich gehalten und alles wieder zum Guten gewendet. Mein Manuskript hatte nun ein Happy End, und jetzt wollte ich es veröffentlichen. Doch die Verlage, denen ich es anbot, hatten entweder gar kein Interesse oder sie boten mir sehr schlechte Konditionen. So verschwand mein Text erst einmal in der Schublade“. Ich hatte sowieso wieder Wichtigeres zu tun – unser viertes Kind kündigte sich an.
 
Oktober 2015: Unsere Kleinste war inzwischen eineinhalb Jahre alt und aus dem Gröbsten heraus; so hatte ich langsam wieder etwas mehr Ruhe zum Lesen. Ich blätterte eine christliche Zeitschrift durch, und eine Anzeige einer Lektorin weckte mein Interesse: 
„Sie könnten ein Buch schreiben … ja, warum eigentlich nicht? – Richtiges und gutes Deutsch für wertvolle Gedanken – Das bringt ihr Manuskript auf Hochglanz.“
   Ein zweites Mal stieß ich auf die Annonce und jetzt beschloss ich, einfach mal anzurufen. Gabriele Pässler klang ganz nett und bot mir an, einen Probeabschnitt zu lektorieren. Ich war es vom Arbeitsplatz gewohnt, viel zu schreiben, und erwartete einige wenige Korrekturen. So war ich ziemlich geschockt, als sie mein gesamtes Manuskript überarbeiten wollte und auch noch um Ergänzungen bat! Mit zwei Teenagern und zwei Kleinkindern hatte ich weder Zeit noch Nerven dazu. Und dann noch die vielen Stunden bezahlen … Ich sagte erst einmal ab: Das ist nicht mehr mein Buch! Gleichzeitig bat ich Gott, zu mir sagen, was ich machen soll. Ich schlug meine Bibel auf und sofort sprang mir ein Vers ins Auge: Gott, der Herr, hat meine Zunge in seinen Dienst genommen, er zeigt mir immer neu, was ich sagen soll, um die Müden zu ermutigen. (Jesaja 50,4 Gute Nachricht Bibel)

Ermutigen – das wollte ich doch mit dem Buch. Aber so viel Geld investieren? Sofort schoss mir ein Gedanke in den Kopf: Lass dich nicht vom Geld leiten und mach dir keine Sorgen darum! Wer ist denn dein Versorger? 
Am Wochenende war ein prophetisch begabter Mann in unserer Gemeinde, Francois Botes aus Südafrika. Unter anderem sagte er zu mir und meinem Mann, Gott wolle uns gebrauchen, um in dunkle Orte Worte der Hoffnung hineinzusprechen. Das war doch ein Wort! Meine Mutter bot mir an, einen Nachmittag in der Woche auf die Kleinen aufzupassen, dann hätte ich Ruhe zum Schreiben. 
   Das war Bestätigung genug, also überarbeiteten wir gemeinsam das gesamte Manuskript. Danach war es wirklich viel lesefreundlicher, und ich hatte eine Menge übers Bücherschreiben gelernt; damals ahnte ich noch nicht, dass dies ein wichtiger Baustein für meine Zukunft war. 
   Danach wiederholte sich alles: Ich fand keinen Verlag, der es veröffentlichen wollte oder mir ordentliche Konditionen anbot. So landete es erneut in der Schublade“, und wieder war ich mit anderem beschäftigt dieses Mal begann ich eine neue Arbeit unter minderjährigen Flüchtlingen, und wir hatten ein großes Haus gekauft. Umbau, Umzug und Vermietung standen an.
 
Mitte 2019: Langsam wurde es wieder ruhiger, und irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass es nun an der Zeit sei, das Manuskript zu veröffentlichen. Also begann ich, es nochmals durchzulesen und, wo angebracht, zu aktualisieren. Neben all der anderen Arbeit kam ich nur langsam voran, aber nach fünf Monaten war ich fast fertig. Beim Speichern der aktualisierten Version kam mir plötzlich der Gedanke: Du solltest diese Datei nochmal woanders speichern. Ja, das muss ich mal machen, dachte ich, und schaltete den Rechner aus. Als ich beim nächsten Mal die Datei öffnen wollte, ging es nicht, und selbst Fachleute konnten sie nicht wiederherstellen. Sie war defekt – fünf Monate Arbeit umsonst! Ich hatte die Warnung in meinen Gedanken auf die Seite geschoben, und dafür erntete ich jetzt Frust: „Herr“, betete ich, „was willst du denn eigentlich? Soll ich es einfach lassen mit dem Buch? War es denn nur Zeitverschwendung?“ Sofort schoss mir ein Gedanke in den Kopf: Wenn ich euch etwas aufs Herz lege, was ihr machen sollt, dann wird es sich am Ende nie als Zeitverschwendung herausstellen, dann hat es immer einen Sinn! Also begann ich mit der Überarbeitung von vorn. An einen Verlag wollte ich mich nicht mehr wenden; ich beschloss, selber eine kleine Auflage drucken zu lassen und auf den Büchertischen von Gemeinden in der Umgebung auszulegen.
  
Ende 2019: Während einer Lobpreiszeit sah ich vor meinen inneren Augen, wie ich jahrelang für meine Arbeitgeber geschrieben hatte, und in meinem Herzen hörte ich wieder diese leise vertraute Stimme: Ich möchte, dass du frei bist, das zu tun, was ich für dich habe! Gleichzeitig kamen mir viele meiner Bekannten in den Sinn, die echt krasse Sachen mit Gott erlebt haben. Nicht nur meine, sondern auch ihre Geschichten sollten veröffentlicht werden!
   Zwei Tage später ging ich zum Gewerbeamt und meldete einen Verlag an. Natürlich brauchte ich auch einen passenden Namen, und er sollte etwas mit „Hoffnung“ zu tun haben. Schnell stieß ich auf den griechischen Mädchennamen „Elpida“. Der Name bedeutet „Hoffnung“ oder „Erwartung“, und „zufällig“ enthält er Gottes Namen und meine Initialen (el  hebräisch für Gott“). Meine Mieterin und Freundin bot mir an, den Einband und das Logo zu gestalten, und bald hielt ich mein fertiges Buch in den Händen. Irgendwann, so nahm ich mir vor, wollte ich einige meiner Bekannten ansprechen und sie fragen, ob ich auch ihre Geschichten aufschreiben und veröffentlichen dürfte. 

Doch es kam viel einfacher ... Zunächst aber wurde mein Glaube geprüft  ich erhielt ein super Job-Angebot. Alles schien zu passen, aber ich hatte keinen inneren Frieden, es anzunehmen. Nachdem ich mich zu einer Absage durchgerungen hatte, traf ich immer wieder Leute, die gerade dabei waren, ihre Erlebnisse mit Gott aufzuschreiben (oder schon fertig damit waren) und Hilfe bei der Veröffentlichung brauchten. Die erste Autorin, die auf mich zukam, war Kirstin Kreuzritter: Sie wollte andere Menschen mit ihrem Zeugnis ermutigen, nicht aufzugeben und an Gott festzuhalten, auch in schweren Lebensphasen. Denn wenn wir ihm die Scherben unseres Lebens übergeben, dann wird er etwas Wunderschönes und Kostbares daraus gestalten!
 
Ich sehe meinen kleinen Verlag als Auftrag und Berufung – eine schönere Aufgabe könnte ich mir nicht vorstellen, auch wenn wir noch ganz am Anfang stehen. Doch ich bin jetzt schon gespannt, welche Türen Gott noch öffnen wird!
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